Das Wahrnehmen

Ein sehr wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Aspekt auf einer Reise ist das Wahrnehmen, Aufsaugen und Verarbeiten des Gesehenen und Erlebten. Dafür sollte man sich alle Zeit der Welt nehmen und sich selbst gegenüber auch die Toleranz haben, einmal inne zu halten, um einen Ort oder ein Erlebnis so lange zu genießen wie es nötig ist, auch wenn eigentlich schon der nächste Programmpunkt wartet.

Das bedeutet schon bei der Planung und Vorbereitung eine Reise nicht zu überfrachten mit Dingen, die man unbedingt sehen und erleben will. Es reicht vielleicht nicht mit offenen Augen und Ohren die neue Umgebung zu erkunden, es ist vielmehr notwendig sich ganzheitlich zu öffnen für das Neue und Fremde. Dabei kann es sicher helfen, wenn man sich im Rahmen der Reisevorbereitung schon eingestimmt hat auf ein unbekanntes Ziel und sich bewusst zu machen, dass Reiseführer zwar vieles aber eben nicht alles über das Reiseziel wissen. Das eigene Erleben ist es, was eine Reise ausmacht und nicht das was in Reiseführern geschrieben steht, denn diese können allenfalls ein Anker sein oder Ideengeber für das eigene Tun. Das Suchen, Finden und Verarbeiten von Erlebnissen muss jeder Reisende für sich selbst realisieren.

Reisenden wird es dabei auch helfen eine gewisse geistige Flexibilität zu bewahren, um die neuen Eindrücke nicht in ein vorgegebenes Raster zu sortieren. Schöner und wertvoller ist es, wenn der Reisende während der Reise sein eigenes Raster konzipiert, denn nur so kann eine Bereicherung des eigenen Lebens stattfinden und eine Erweiterung des eigenen Horizontes geschehen.